Was ist Achtsamkeit?

Hier zwei mögliche Definitionen:

 

"Achtsamkeit ist eine Qualität des menschlichen Bewusstseins, eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Es handelt sich dabei um einen klaren Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen. Mit zunehmender Achtsamkeit reduzieren sich gewohnheitsmäßige automatische und unbewusste Reaktionen auf das gegenwärtige Erleben, was zu einem hohen Maß an situationsadäquatem, authentischem und selbstbewusstem Handeln führt.

Wer achtsam lebt, stellt fest, dass sein Empfinden von Glück und Lebensfreude nicht von äußeren Bedingungen abhängig ist. Er entwickelt einen klaren, stabilen Geist, der es ihm erlaubt, auch in schwierigen Lebenszeiten und Situationen mit der Kraft seiner inneren Ressourcen verbunden zu sein. Im Einzelnen hat das verschiedene Auswirkungen:

Ein klareres Verständnis bezüglich seiner selbst und hinsichtlich des eigenen Lebens…

Zugang zu den eigenen inneren Ressourcen finden und selbstgesteckte Grenzen erweitern.

Beruhigung und Stabilisierung des Geistes: Nicht mehr von Gedankenströmen „aufgefressen“ werden.

Sich psychisch-emotionalen Belastungen, Stress-Situationen und widrigen Lebensumständen besser gewachsen fühlen.

Mit sich selbst geduldiger sein und sich besser akzeptieren.

Weniger ängstlich, seltener deprimiert sein.

Impulskontrolle entwickeln: Nicht mehr so oft heftig aufbrausend sein.

Negative Emotionen in sinnvolle Kanäle lenken.

Selbstbestimmter und selbstbewusster handeln.

Freundlich aber bestimmt Grenzen setzen.

Mehr Gleichgewicht, Stabilität, Souveränität und Lebensfreude entwickeln und diese auch angesichts schwieriger Situationen oder Lebensumstände behalten"


"Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart, d.h. auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung. Achtsamkeit bedeutet das bewusste Beobachten, wobei die Beobachtung aus einer bestimmten Haltung heraus erfolgt.

Diese ist

wohlwollend und akzeptierend

nicht urteilend, nicht wertend

nicht einteilend oder kategorisierend

nicht identifiziert mit dem Objekt der Beobachtung, jedoch unmittelbar an der Erfahrung teilhabend

unvoreingenommen, offen

die Welt wie mit den Augen eines Kindes betrachtend („Anfängergeist“).

 

Entscheidend ist dabei die Bewusstheit über den Prozess des Beobachtens selbst, ein Gewahrsein, des gewahr Seins, unabhängig von den beobachteten Objekten, unabhängig davon, ob der Fokus der Aufmerksamkeit weit oder eng ist. Bildhaft gesprochen stellt das „Erwachen des inneren Beobachters“ das Essentielle der Achtsamkeit dar"

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